Einführung

Freie Privatstadt auf Roatan läuft an

Vor nur hundert Jahren war es noch normal, dass neue Städte oder Staaten gegründet wurden. Heute ist dieser Vorgang eher ungewöhnlich.

Aktuelle Neugründungen oder Umformungen von Staaten sind leider oft mit Kriegen verbunden; siehe Jugoslawienkrieg, Süd-Sudan oder Nagorno-Karabach.

Staatliche Verbindlichkeiten, die langen Zöpfe der Vergangenheit, lassen sich kaum abschneiden. Damit meine ich, abseits regulärer Schulden, die eingegangenen Renten/Pensions­verpflichtungen.

Nur wenige Staaten, z.B. Estland, Liechtenstein oder Macau, haben es geschafft sich nahezu schuldenfrei in die Neuzeit zu katapultieren. Aber selbst die USA haben nach ihrer Neugründung zunächst keinerlei Schulden gehabt und/oder von England übernommen. Dies war aber nur möglich, weil neues Land gefunden wurde.

Wie würde man heute einen Staat aufbauen, wenn keine Vergangenheit berücksichtigt werden muss?

Schlank und bürokratiearm sind die Schlagworte, von denen man denkt: Dass muss Theorie sein und bleiben, denn die Landmasse der Welt ist vollständig aufgeteilt, es gibt schlicht kein Gebiet auf dem man einen neuen Staat ausrufen könnte (wenn man von „Spielereien“ à la Liberland absieht).

Jedoch wollen einige existierende Staaten Experimente wagen:

Was passiert, wenn ich einem privaten Dienstleister das Recht einräume nahezu alle staatsrechtlich relevanten Dienste selbst zu organisieren?

Zu diesem Zweck müssen erheblich Hoheitsrechte abgegeben werden!

Der zentralamerikanische Staat Honduras hat sich dazu entschieden es zu wagen:

In einem unbesiedeltem Gebiet auf der Insel Roatan wurde eine wirtschaftliche Sonderzone erstellt. Innerhalb der Zone, genannt ZEDE oder „Zone for Economic Development and Employment“, kann die Betreibergesellschaft (effektiv „die Regierung“) innerhalb großzügig definierter Grenzen bestimmen, was möglich und erlaubt sein wird.

Grob gesagt wird die externe Sicherheit des neuen Gebildes von Honduras garantiert, intern wird (fast) alles selbst geregelt.

Privatstadt Roatan Küste

Küstenlinie der Privatstadt auf Roatan im Jahr 2019

Bildlich könnte man von einem HongKong von vor 120 Jahren sprechen, als es noch ein kleines Fischerdorf war.

Was macht „die Zone“ aus?

Die meisten Staaten entsprechen einer „Diktatur der Mehrheit“. Entschließt sich z. B. die Mehrheit in demokratischen Staaten (selbst mit Volksbeteiligung) dazu eine Rundfunkgebühr einzuführen, so ist auch die oppositionelle Minderheit gekniffen: Die Mehrheit diktiert, die Minderheit muss folgen.

Genau dies wird in der Zone durch einen Vertrag ausgeschlossen:

Der freiwillige(!) Bewohner des Gebietes schließt einen Vertrag mit der Betreibergesellschaft. Darin wird festgelegt wie viel für die Nutzung der Infrastruktur (Strassen, Sicherheit und andere öffentliche Güter) zu bezahlen ist. Dieser Betrag ist nach bestimmten Regeln vertraglich festgelegt, und kann anschließend nicht mehr einseitig geändert werden.

Sämtliche Vertragsänderungen die später erfolgen, gehen ausschließlich zulasten derjenigen, die freiwillig neu unterschreiben. Da auch die Unterschrift aller zukünftigen Neubürger freiwillig erfolgen muss, kann eine starke negative Änderung nicht durchgesetzt werden: Dann käme schlicht niemand mehr. Genauso schwierig wird es, unbeliebtes neues einzuführen: „Altvertragsinhaber“ können nur einbezogen werden, wenn beide Seiten, Bewohner und Betreibergesellschaft, der Änderung zustimmen.

Freie Privatstädte

Wer sich mit der Materie im Detail beschäftigen will, dem sei das Werk „Freie Privatstädte“ von Titus Gebel ans Herz gelegt.

Viel interessanter als jede Theorie ist jedoch, dass eine erste „Freie Privatstadt“, in Form der genannten ZEDE, noch 2019 in Roatan/Honduas praktisch gegründet wird.

Die ersten „Angebote“ für Bewohner nehmen langsam Form an

Es wird mehrere Arten von Aufenthaltstiteln geben. Als „E-Resident“ kann man alle Dienstleistungen der ZEDE in Anspruch nehmen und sich bis zu 30 Tage/Jahr dort aufhalten. Ein „normal Resident“ kann alle Dienstleistungen der ZEDE nutzen und erhält ein unbegrenztes Aufenthaltsrecht.

Firmengründungen werden einfach-s-t möglich sein, dies ist eine der genannten Dienstleistungen. Wer die E-Residence aus Estland kennt, kann sich etwa vorstellen, wie es laufen soll.

Firmengründungen und zollfreier Handel

Wer praktisch in die ZEDE umsiedelt, kann ohne jeden Importzoll Waren importieren.

Die Infrastruktur der Insel Roatan (Hafen und Flughafen) kann bürokratiearm genutzt werden. Es gibt ein Transitabkommen, Waren müssen nur für den Bestimmungsort Privatstadt gekennzeichnet werden. Man kann alles für sich selbst importieren, oder gleich ein entsprechendes Geschäft gründen: Der erste Baumarkt für die ZEDE steht noch nicht. Genauso wenig wie ein Friseursalon, Haustierhotel und/oder Bäcker – ein kompletter Neuanfang für Wagemutige kann hier mit wenigen Auflagen realisiert werden.

Geschäftsleute online wie offline sind willkommen!

Sobald die ersten Dienstleistungen tatsächlich angeboten werden, werden Sie bei uns auf www.PrivateCity.com lesen.

Zusätzlich Sie können sich pro-aktiv und kostenfrei von der ersten digitalen Monatszeit Picture of PrivateCity informieren lassen. Abonnieren Sie diese, damit Sie keinen wichtigen Meilenstein der Stadtentwicklung verpassen.

Neues Krankenhaus Roatan

Selbst wenn das künftige Stadtgelände unbewohnt ist, die Umgebung ist es nicht. Ganz in der Nähe befindet sich ein modernes Krankenhaus mit 24-Stunden-Notdienst sowie Krankenwagen zum Abholen.

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